Beliebteste Steuerarbeitgeber: Deutsche Bahn vorn, Anwaltskanzleien überraschen

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JUVE Steuermarkt hat zum zweiten Mal die 25 beliebtesten steuerlichen Arbeitgeber Deutschlands ermittelt. Primus ist die Steuerfunktion der Deutschen Bahn. Unter den 25 Arbeitgebern tummeln sich jedoch auch sehr viele rechtsanwaltlich geprägte Einheiten. Sie sind vor allem bei den eigenen Arbeitnehmern beliebt.

Das gegenüber dem Vorjahr stark veränderte Ranking hängt auch mit einem anderen Modus zusammen, nach dem die Arbeitgeber ermittelt wurden. Im vergangenen Jahr war die reine die Bekanntheit als Arbeitgeber, kombiniert mit dem Renommee, entscheidend. Ob die Antwortgebenden bei dem jeweiligen Arbeitgeber arbeiteten oder nicht, war im vergangenen Jahr noch unerheblich. In diesem Jahr hat die JUVE Steuermarkt-Redaktion als entscheidendes Kriterium jedoch auch ein Quorum von Bewertungen eigener Mitarbeiter einbezogen.

Überraschend dabei: Rechtsanwaltskanzleien konnten so gegenüber dem Vorjahr einen großen Sprung nach vorn machen – denn sie sind augenscheinlich bei den eigenen Mitarbeitenden sehr beliebt. So schafften es mit SZA Schilling Zutt & Anschütz und DLA Piper gleich zwei Kanzleien auf die vorderen Plätze, die vielen Steuerexperten vermutlich nicht als erstes einfallen, wenn es um steuerliche Arbeitgeber geht.

 

Anderes Bild

Dies zeigt sich auch, wenn man nur die reine Bekanntheit als Arbeitgeber zugrunde legt – hier rutscht beispielsweise SZA ziemlich weit nach hinten. Vorn liegen in dieser Disziplin, wie schon im vergangenen Jahr, die Big Four. Diese wiederum können jedoch nicht mit Beliebtheit punkten.

Ein Beispiel: Zwar ist Ernst & Young der bekannteste Arbeitgeber bei den von JUVE befragten Steuerexperten, in der Relation zur Beliebtheit – auch unter den eigenen Mitarbeitern – landet die größte Steuerberatungsgesellschaft hierzulande jedoch nur auf Platz 19. Bei Deloitte, KPMG oder PricewaterhouseCoopers sieht es nur unwesentlich anders aus. Kurz gesagt: Während die Big Four kein Bekanntheits-, aber ein Attraktivitätsproblem haben, ist es bei vielen rechtsanwaltlich geprägten Einheiten genau umgekehrt: Sie sind als Arbeitgeber bei vielen Steuerexperten nicht bekannt – arbeiten diese jedoch erst einmal dort, sind sie durchaus attraktiv.

Eine Sonderrolle nehmen einmal mehr die Unternehmen ein: Sie liegen aufgrund ihrer Unternehmensmarke sowohl bei der Bekanntheit vorn, genießen als Arbeitgeber jedoch auch sehr viel Renommee unter den Steuerexperten. Im vergangenen Jahr befanden sich unter den zehn beliebtesten Arbeitgebern ganze acht Unternehmen, darunter Schwergewichte wie VW, Siemens, Bosch oder SAP. Dass es in diesem Jahr nicht wieder so war, sondern mit der Deutschen Bahn und der Deutschen Post nur zwei Unternehmen unter den beliebtesten 25 Arbeitgebern sind, ist im Wesentlichen der veränderten Methodik geschuldet: Die meisten Steuerfunktionen in Unternehmen haben zu wenige Stimmen eigener Mitarbeitender erhalten, um in die Bewertung einzufließen. (Catrin Behlau)

 

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